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Zu den so genannten Klassikern gehört vor allem der Dresdner Stollen. Auf Betreiben des „Schutzverbandes Dresdner Stollen“ und eines Urteils des Kammergerichts Berlin vom 26. März 1996 sind Dresdner Stollen jetzt als geografische Herkunftsangabe geschützt und als solche auch beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen. Durch einen ausdrücklichen Verzicht des Bundesgerichtshofs vom 17. April 1997 auf eine Revision gegen diese Entscheidung dürfen „Dresdner Stollen“ nunmehr ausschließlich von Backwarenherstellern in Dresden oder der näheren Umgebung in Verkehr gebracht werden. Man unterscheidet nach den Details der Zutaten „Echter Dresdner Stollen“, „Echter Dresdner Christstollen“ und „Original Dresdner Christstollen®“.
Dresdner Stollen enthalten mindestens 3 kg praktisch wasserfreier Fette, davon mindestens 50 % Milchfett, bezogen auf 10 kg Mehl oder Stärken. Es werden mindestens 7 kg Trockenfrüchte, auch Zitronat und Orangeat, und mindestens 1 kg Mandeln zugefügt. Eine Zugabe von Persipan ist nicht üblich.
Nach einem über 100 Jahre alten Rezept enthält der Dresdner Stollen bei 3 Pfund Mehl 300g Zucker, 1 1/4 Pfund Butter, 1/4 Pfund Rindertalg (heute besser Schmalz), 1 1/2 Pfund Rosinen und Rum zum Einweichen, 3/4 Pfund Zitronat, 3/4 Pfund Mandeln, 110 g Hefe, 1 Prise Salz, abgeriebene Zitronenschale, ca. 1/4 l Milch.
Nach dem Backen muss der Stollen mindestens 3 Wochen kühl lagern, ehe er den feuchten und festen Zustand erhält und schmeckt. Ein echter Dresdner Stollen enthält nie Marzipan. Er hielt sich entsprechend aufbewahrt (ausserhalb von Kühltruhen, in feuchten Gewölben /Kellern) traditionell oft bis Ostern. - Zu DDR-Zeiten gehörten dort äusserst rare Zutaten wie Zitronat in die üblichen (Vor)Weihnachts-Westpakete. So einige zubereitete Stollen brachte man oft auf Schlitten in die geeigneten Backöfe der Bäckereien.
aus Wikipedia Die freie Enzyklopedie
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